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Vorläufiges Programm

Willkommen auf der Programmseite unseres Hauptkongresses.

Freitag, 18.09.2026

There is a current trend in psychotherapy to look for basic processes of change, rather than just comparing different models of therapy. In this keynote address, I will suggest that conducting a functional analysis is key in any such efforts. I will draw on well-established scientific knowledge that has been around for a long time and tie it together with more recent understanding of the effects of human language.

The field of psychology is characterized by many (sometimes overlapping) theories that seek to explain human behaviour. What is lacking is a more unified theory which connects these theories. Recently, efforts have been made to develop such a unified theory of individual human behaviour; these are rooted in current extensions of evolutionary science which posit that human behaviour can be understood as continuous adaptation to a constantly changing environment facilitated not only by genetic factors but also by social learning, symbolic learning (i.e. language) and experiential learning. In this session, we want to explore to what extent a general theory of human behaviour can contribute to understanding and ultimately improving psychological interventions. Participants will have the opportunity to learn about and contribute to this new integrative perspective on psychological interventions based on a general theory of human behaviour.

Die pflegerische Arbeit in einer Klinik unterscheidet sich, meiner Meinung nach, am deutlichsten dadurch, dass Pflege nahezu dauerhaft und mit diversen Themen im Kontakt mit Patienten ist. Während diese ungeplanten Kontakte häufig recht praktischer Natur sind, bieten sie Möglichkeit, oder verlangen sogar danach, dass über die ACT-Prozesse von Seiten des Teams aus interveniert wird. Es zeigt sich, dass viele, oberflächlich einfache Themen "zwischen Tür und Angel" einen therapierelevanten Hintergrund haben. Der kurze Vortag soll einen kleinen Einblick darein geben, welche relevanten Themen hinter einem unscheinbaren "Darf ich mal kurz was fragen?" stecken und zum Mitdenken anregen, wie man auch in kurzen, alltäglichen Sequenzen die Haltung von ACT vermitteln kann.

Ziel des Workshops ist die Vermittlung eines strukturierten Konzepts für eine acht Sitzungen umfassende stationäre Gruppentherapie zum Thema Werte im Rahmen der ACT Therapie. Der Schwerpunkt liegt auf dem Prozess „Werte“, mit Bezügen zu weiteren zentralen Prozessen wie „Hier und Jetzt“ und „Engagiertes Handeln“. Nach einer kompakten Einführung in das theoretische Konzept wird eine ausgewählte Übung praktisch angeleitet, um eine direkte Selbsterfahrung zu ermöglichen. Abschließend erhalten die Teilnehmenden Anregungen für die eigenständige Weiterarbeit, um die Nachhaltigkeit der Inhalte im eigenen Alltag zu fördern.

Was sind Emotionen wirklich und welche Funktion erfüllen sie? Entgegen der traditionellen Annahme, Emotionen seien ein angeborener, universeller, evolutionär bedingter Bedürfnisausdruck, eröffnen aktuelle Ansätze (u. a. von Prof. Lisa Feldman Barrett und Prof. Karl Friston) völlig neue Perspektiven. In diesem Workshop zeigen wir euch, wie ihr diese modernen Erkenntnisse interaktiv und verständlich vermittelt. Wir verbinden aktuelle Theorie mit praktischen Übungen für eine zeitgemäße Psychoedukation. Zudem schlagen wir die Brücke zur Akzeptanz- und Commitmenttherapie (ACT) – Vorwissen ist hierfür nicht erforderlich. Wir freuen uns auf eure Fragen!

Wenn Du nicht sicher bist: - ein guter ACT-Anwender zu sein - wirklich willkommen zu sein - Dich auf der Konferenz wohl zu fühlen - die Bezugsrahmentheorie (RFT) zu verstehen, dann ist der Workshop für Dich gemacht. Ablauf: In verschiedenen Runden werden wir gemeinsam Impro-Theaterspiele spielen, sie dann funktional erkunden, und schließlich versuchen, sie auf Therapiesituationen und Kongresserfahrungen anzuwenden. Lernziele: - Lernen sich am besten (oder zumindest ziemlich gut) zum Affen zu machen - Das Gefühl bekommen, die schlimmste Peinlichkeit auf dieser Konferenz hinter sich gebracht haben, so dass es nur besser werden kann - Den Zweck erkennen hinter diesem Schlamassel - Tiefere und niedrigere Verbindungen zu Anderen gewinnen - Bewusster durch das Leben navigieren, durch die Konferenz, durch Therapien und andere Katastrophen - Wissen was man tut, wenn man in der Sitzung improvisiert Zielpublikum Keine Vorkenntnisse notwendig, Basiskenntnisse in ACT sinnvoll, Vertiefte Erfahrungen in ACT stören nicht Max. Teilnehmerzahl Hängt von der Raumgröße ab, alle müssen sich gut frei bewegen können Didaktische Mittel für Workshop Der Workshop ist schwer erlebensorientiert - Hauptsächlich werden wir merkwürdige Spiele und Impros spielen und sie dann in Begriffen von ACT, FAP und RFT dekonstruieren - Wesentlich wird auch das Erkunden und Nachvollziehen (tracken) dessen, was wir da miteinander veranstalten - Role-Plays oder Real-Plays sowie Übungen, wie man am besten in Anwendungen scheitern kann - Gemeinsame Sinnsuche

Beziehungen gehören zu den zentralen Erfahrungsräumen menschlichen Lebens – und zu den komplexesten. Klient:innen bringen Themen wie Nähe und Distanz, Bindung und Autonomie, Eifersucht, Unsicherheit und unterschiedliche Bedürfnisse in die Therapie ein. Dabei wirken häufig implizite Beziehungsmythen – etwa die Vorstellung, dass echte Liebe frei von Eifersucht sein sollte, dass Nähe Sicherheit garantiert oder dass bestimmte Beziehungsformen per se stabiler oder gesünder sind. Der Workshop lädt dazu ein, solche verbreiteten Annahmen aus einer ACT-Perspektive zu hinterfragen. Im Mittelpunkt steht, wie psychologische Flexibilität helfen kann, sich von rigiden Erwartungen zu lösen und stattdessen einen werteorientierten, kontextsensiblen Umgang mit Beziehungsthemen zu entwickeln – unabhängig davon, ob Klient:innen monogam, offen oder in anderen Beziehungsformen leben. Ziel ist es, mehr Sicherheit im Umgang mit komplexen Beziehungsthemen zu gewinnen, eigene Haltungen zu reflektieren und ACT-Prozesse gezielt in der therapeutischen Arbeit mit Beziehungen einzusetzen. Nach einer Einführung zentraler Beziehungsmythen werden diesen jeweils ACT-basierte Perspektiven gegenübergestellt. Darauf folgt ein Austausch in Kleingruppen sowie eine gemeinsame Reflexion, in denen die Teilnehmenden eigene Erfahrungen einbringen und konkrete Implikationen für ihre Praxis entwickeln.

Der Vortrag präsentiert die Ergebnisse einer qualitativen Masterarbeit zum Einfluss von Humor auf Selbsttranszendenz im Kontext der Acceptance and Commitment Therapy (ACT). Ausgangspunkt ist die Annahme, dass das „transcendent self“ ein zentrales Konzept der ACT darstellt. Mit dem QUEST-Modell haben Fishbein und Kolleg:innen 2022 zudem ein ACT-nahes Trait-Modell zu Selbsttranszendenz vorgelegt, das eine zentrale theoretische Anschlussstelle für die vorliegende Arbeit bildet. Grundlage des Vortrags sind sieben halbstrukturierte Interviews mit ACT-Therapeut:innen, die mithilfe qualitativer Inhaltsanalyse nach Mayring ausgewertet wurden. Die Ergebnisse zeigen, dass Humor aus Sicht der Befragten mit allen Kernprozessen des Hexaflex-Modells in Verbindung gebracht werden kann und insbesondere deutliche Bezüge zu den zentralen Aspekten des QUEST-Modells – Defusion, Selbst-als-Kontext und Interverbundenheit – aufweist. Zugleich legt die Interviewauswertung nahe, dass auch zwischen den weiteren Kernprozessen und dem Begriff der Selbsttranszendenz relevante Zusammenhänge bestehen könnten. In diesem Sinne schlägt die Arbeit eine Erweiterung und Aktualisierung des im QUEST-Modell gefassten Verständnisses von Selbsttranszendenz vor. Ziel des Vortrags ist es, einen explorativen Einblick in die Bedeutung von Humor als potenzielle Ressource für Selbsttranszendenz in der ACT zu geben und daraus erste Implikationen für die therapeutische Praxis sowie für die weiterführende Forschung abzuleiten. Didaktisch ist der Beitrag als theoriegeleiteter Vortrag mit praxisnahen Bezügen konzipiert. Neben der Darstellung des theoretischen Rahmens, des methodischen Vorgehens und der zentralen Ergebnisse wird Raum für kurze Rückfragen und Diskussion eröffnet.

Werte gelten in der Akzeptanz- und Commitmenttherapie (ACT) als flexible, sinnstiftende Richtungen. In der klinischen Praxis zeigt sich jedoch häufig ein anderes Bild: Klient:innen erleben Werte nicht als frei gewählte Orientierung, sondern als rigide Selbstvorgaben, moralische Imperative oder identitätsstiftende Regeln. Ein möglicher Gegenpol erscheint dabei nicht als hilfreiche Ergänzung, sondern als bedrohlich, schwach oder mit dem eigenen Selbstbild unvereinbar. Was als „Wertekonflikt“ erscheint, ist funktional allerdings oft kein Konflikt zwischen Werten, sondern ein Kollaps ihrer komplementären relationalen Einbettung. Obwohl psychologische Flexibilität ein zentrales Ziel von ACT ist, wird motivationale Flexibilität bislang vergleichsweise wenig explizit modelliert. Der Beitrag greift diese Lücke auf und rekonstruiert das Wertequadrat nach Schulz von Thun auf Grundlage der Relational Frame Theory (RFT) und des Extended Evolutionary Meta Model (EEMM). Ausgangspunkt ist die Annahme, dass sogenannte Geschwisterwerte nicht als Gegensätze, sondern als komplementäre Aspekte eines gemeinsamen augmentalen Netzwerks verstanden werden können. Wird diese Koordination durch Lern- und Vermeidungsgeschichte, pliance, Selbstbildfusion oder evaluative Kontrastbildung gestört, verlieren Werte ihre flexible motivationale Funktion und werden zu rigiden Regeln. Der ausgeschlossene Gegenpol wird nicht mehr als Wert erlebt, sondern als zu vermeidende Anti-Haltung ("weg-von-Bewegung"). Als klinische Konsequenz wird das Konzept des „Doubling“ vorgestellt: die gezielte Wiedergewinnung des ausgeschlossenen Geschwisterwertes, um motivationale Variabilität und kontextsensitive Handlungsfähigkeit (tracking) zu fördern. Anhand von Fallbeispielen wird gezeigt, wie sich das Wertequadrat so als Hilfe zur Herstellung "motivationaler Flexibilität" einsetzen lässt.

Psychische Flexibilität ist für Gesundheit und Leistung von Erwerbstätigen eine wichtige persönliche Ressource. Gleichzeitig gibt es Hinweise, dass Ressourcen ihre Wirkung nur entfalten, wenn Erwerbstätige fähig und motiviert sind, sie zu nutzen. Im Arbeitsalltag kann dies vor allem bei hohem Stress erschwert sein. Gleichzeitig beschreibt psychische Flexibilität die Fähigkeit, trotz herausfordernder Situationen fokussiert und handlungsfähig zu bleiben. Ziel des Beitrags ist es, zu untersuchen, inwieweit psychische Flexibilität als generelle Kompetenz und als momentaner Zustand den Umgang mit Stress erleichtert. Dies trägt der Beobachtung Rechnung, dass psychische Flexibilität in manchen Situationen nicht abgerufen werden kann bzw. an sich psychisch flexible Personen in bestimmten Situationen inflexibel und nicht werteorientiert handeln. Konkret soll untersucht werden, inwiefern psychische Flexibilität den Zusammenhang zwischen arbeitsbezogenem Stress, Arbeitsleistung und Wohlbefinden, z.B. Affekt oder Erschöpfung von Ressourcen (ego depletion) moderiert, wobei psychische Flexibilität sowohl als Trait als auch als State erfasst wird. In Studie 1 geht es um den Zusammenhang zwischen täglichem Stresslevel und Affekt, in Studie 2 werden tägliche negative Ereignisse (daily hassles) in Beziehung zu Leistung und Wohlbefinden gesetzt. Zum Zeitpunkt der Erstellung des Abstracts werden die Daten der beiden Tagebuchstudien erhoben. Angestrebt wird jeweils eine Stichprobe von etwa 100 Erwerbstätigen, die an 5 aufeinanderfolgenden Wochentagen befragt werden. Die Daten werden mittels Mehrebenenanalysen ausgewertet. Die Studien leisten einen Beitrag zur Forschung, indem die methodische Trennung momentaner und genereller psychischer Flexibilität das Konstrukt genauer spezifiziert. Dabei wird die Anwendbarkeit im Arbeitskontext herausgestellt, indem die Bedeutung psychischer Flexibilität konkret im Arbeitsalltag und nah am tatsächlichen Geschehen (Tagebuch) untersucht wird.

Wie lässt sich ACT noch flexibler und vielseitiger in der Arbeit mit Jugendlichen einsetzen? In diesem Workshop werfen wir einen Blick auf ACT durch die Linse der prozessbasierten Therapie (PBT). Wir widmen uns der Theorie und den Prinzipien der PBT, um konkrete Handlungspläne für die Therapiesitzungen mit Jugendlichen zu erarbeiten. Dabei beleuchten wir aktuelle Erkenntnisse zur Verbindung von ACT und PBT aus dem Erwachsenenbereich und leiten daraus praxisnahe Indikationen für die Behandlung von Jugendlichen und jungen Erwachsenen ab.
Zudem teilen wir unsere klinischen Erfahrungen und stellen ein an der Universität zu Köln entwickeltes Tool vor. Dieses praktische Instrument ermöglicht es, die Therapieplanung mit einem durch ein semi-standardisiertes und spielerisches Interview erstellten Netzwerkmodell zu bereichern. Dadurch wird die Zentralität spezifischer psychologischer Prozesse sichtbar gemacht, sodass sich noch effizientere und stark personalisierte Therapieprotokolle gestalten lassen.

I don`t have any other message than don`t forget you are alive (Joe Strummer)
Keine Power Point, keine Hexaflex-Folie, kein RFT-Dreieck - versprochen!
Dafür: Gegenstände, Experimente und Perspektivwechsel.
ACT macht sich die Hände schmutzig. Mit Impact-Therapie, Improvisation und Ericksonscher Hypnotherapie.

Interventionen, die den Montagsblues zum Tanzen bringen und eingefahrene Gleise manchmal schneller zum Schwingen bringen als die klügsten Erklärungen.
Wir lernen, wie aus Gesprächen Erleben wird.

ACT ist ja ein bisschen wie Autofahren: Man kann es machen, ohne genau zu wissen, wie der Motor funktioniert. Der Nachteil ist: Wenn das Auto liegenbleibt, müssen wir in die Werkstatt. Aber was, wenn es in der Therapie nicht weiter geht? Der Motor der ACT ist die Relational Frame Theory (RFT). Dieser Workshop möchte praktizierenden ACT-Therapeut*innen die Prinzipien der RFT in einfacher Sprache und mit lebensnahen Beispiel näher bringen, um die ACT-Praxis anzureichern, Interventionen besser zu verstehen und bei Bedarf anpassen zu können.

When FAP is described as awareness, courage, love, and behaviorism, these midlevel terms already invite the use of metaphor to describe the processes used in therapy. We describe what is “between us”, “in our hearts,” or an “innermost dream” with metaphoric language that invites poetry, and orients us toward the embodied nature of relational metaphors. This workshop will emphasize leaning into the language of the heart, and the importance of embodied metaphors as a means of improved tacting. Tacting as a core skill underlying the building of supportive and intimate relationships, and viewing FAP through the lens of somatic metaphors deepens both the therapists sense of presence and the meaning of therapy to the client. Participants will explore the varied use of meditation, poetry, and song as evocative means of introducing effective metaphor into psychotherapy.

Fusion oder Festhängen in Gedanken (engl. Being hooked) bedeutet Verschmelzen mit verbalen Inhalten wie Selbsturteilen, Selbstbildern und Regeln wie z.B. wenn ... dann – Verknüpfungen. Wenn wir festhängen, gelingt es uns nicht, werte-orientiert zu handeln. Ziele der Defusionsarbeit sind daher: Erhöhen der psychischen Flexibilität, Einfluss nicht förderlicher Gedanken auf das Verhalten zu reduzieren, präsenter im lebendigen Kontakt mit dem Erleben zu sein. Wir wollen uns in diesem Workshop auf einer erfahrungsbezogenen und experimentellen Eben dem Thema zuwenden, in seinen Gedanken festzuhängen. Also den Prozess der Defusion erkunden und emotional erlebbar machen. Im Workshop nähern wir uns zunächst der kognitiven Komponente des Prozesses bevor wir den Schwerpunkt auf die emotional geprägte Arbeit legen. Die selbsterfahrungsorientierte Arbeit wird im Workshop explizit gewünscht und gefördert.

Ein erfahrungsorientierter ACT Workshop mit Elementen aus Körperarbeit und Breathwork. Aufbauend auf Erkenntnissen der Embodiment- und Interozeptionsforschung lädt dieser Workshop dazu ein, ACT-Prozesse über den Körper zu erfahren. Mit Elementen aus unterschiedlichen körperorientierten Ansätzen und elementarer Atemarbeit erforschen wir, wie Muster inneren Erlebens sich in Atem, Körperhaltung und Bewegung ausdrücken und wie neue Verhaltensmöglichkeiten entstehen, wenn wir achtsam und neugierig unser Spürbewusstsein und unsere körperliche Expressivität erweitern. Praxisnahe Interventionen werden vorgestellt, miteinander geübt und reflektiert. Wir wollen einen sicheren, wertschätzenden und lebendigen Erfahrungsraum zum Ausprobieren und Erkunden von Bewegungsvariationen und verkörperter Intentionalität schaffen. Über körperliche Zugänge kann psychologische Flexibilität zu einer lebendigen, sinnlichen Erfahrung werden: spürbar, verkörpert, sichtbar.

Psychose tritt selten isoliert auf, sondern ist meist eingebettet in einer Reihe sozialer und seelischer Herausforderungen, in denen sich Betroffene wiederfinden. ACT ist als transdiagnostischer, funktional orientierter Ansatz, für die Arbeit mit Menschen mit Psychoseerfahrungen besonders eignet. So wird das sinnhafte, gelebte Leben wieder in den Mittelpunkt gerückt, anstatt die Reduktion von Symptomen dem vorauszusetzen. In diesem dreistündigen Workshop entwickeln wir gemeinsam ein ACT-spezifisches Störungsverständnis bei Psychose, jenseits von Krankheitseinsicht und Symptomfokus. Wir beleuchten, wie psychische Flexibilität als Behandlungsziel übersetzt werden kann und welche konkreten Ansatzpunkte sich für den klinischen Alltag ergeben: von der therapeutischen Haltung über den Umgang mit Wahn und Stimmenhören bis hin zu werte- und handlungsorientierten Interventionen. Der Workshop verbindet kurze theoretische Impulse mit Praxisbeispielen aus der stationären und ambulanten Behandlung. In Rollenspielen und Selbsterfahrungsübungen werden die Inhalte direkt erlebbar gemacht und auf den eigenen therapeutischen Kontext übertragen. Raum für Reflexion und Diskussion ist ausdrücklich eingeplant. Der Workshop richtet sich an alle Praktiker*innen, die therapeutisch mit Menschen mit Psychoseerfahrungen arbeiten möchten und will einladen, eventuelle Vorbehalte und Berührungsängste leichter zu nehmen.

Psychische Belastungen im Kontext globaler Krisen – dazu gehören unter anderem klimabedingte Naturkatastrophen, Kriege, Migrationsbewegungen, gesellschaftspolitische Veränderungen oder Pandemien – gewinnen in der psychotherapeutischen Praxis zunehmend an Bedeutung. Der Workshop vermittelt praxisnahe Ansätze der Compassion Focused Therapy (CFT) für die Arbeit mit Patient:innen, die im Kontext globaler Krisen intensive Emotionen wie Angst, Ohnmacht, Überforderung, Schuld, Wut oder Hilflosigkeit erleben. Häufig zeigen sich im Umgang mit diesen Gefühlen nicht hilfreiche Bewältigungsstrategien wie Vermeidung (z.B. von Nachrichten), Verleugnung, Schuldzuweisungen oder Aktivismus-Burnout. Die therapeutische Arbeit ist hierbei besonders herausfordernd, da die zugrunde liegenden Bedrohungen real sind, uns alle betreffen und eine Abgrenzung zwischen angemessener Sorge und behandlungsbedürftiger Belastung nicht immer eindeutig ist. Im Workshop wird erarbeitet, wie sich zentrale CFT-Techniken gezielt auf klima- und krisenbezogene Themen übertragen lassen. Dazu gehören die Förderung von Selbstberuhigung, die Entwicklung eines „compassionate self“ sowie der Umgang mit nicht hilfreichen Kognitionen. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Balance zwischen der Validierung realer Bedrohungen und der Förderung einer handlungsorientierten, wertebasierten Bewältigung. Unter Einbezug aktueller Erkenntnisse aus Trauma- und Resilienzforschung wird aufgezeigt, wie mitgefühlsbasierte Ansätze sowohl individuelle Stabilisierung als auch prosoziale Motivation und Verbundenheit unterstützen können. Neben kompakten theoretischen Inputs stehen erfahrungsbasierte Übungen und der gemeinsame Austausch im Vordergrund. Ziel des Workshops ist es, Psychotherapeut:innen konkrete Werkzeuge zur Unterstützung von Patient:innen im Umgang mit globalen Krisen zu vermitteln und zugleich die eigene psychische Flexibilität, Selbstmitgefühl und nachhaltige Handlungsfähigkeit zu stärken.

In diesem Workshop soll es konkret und praxisnah darum gehen, wie wir die Prinzipien der Akzeptanz- und Commitmenttherapie auf uns selber als Therapeut:innen anwenden können, um den unterschiedlichsten Herausforderungen im Berufsalltag zu begegnen und den therapeutischen Prozess für uns selber und für unsere Patient:innen psychisch flexibel zu gestalten. Hierzu wird auf hilfreiche Strategien und Anwendungen der ACT-Prinzipien im therapeutischen Alltag eingegangen und dies gelebte Praxis der ACT anhand von Beispielen zu herausfordernden Therapiesituationen vertieft.

Seit einiger Zeit befasse ich mich mit der Psychflex-Plattform, die von Steven Hayes et al. laufend entwickelt wird. Auf dieser Plattform ist sehr vieles möglich, um die therapeutische Arbeit mit ACT / prozessbasierter Therapie zu ergänzen: Eigene Klient:innen integrieren und von ihnen regelmässig therapierelevante Daten erheben und auswerten; auf der Plattform vorhandene und eigene Übungen, Fragesätze, Dateien, Inputs an Klient:innen schicken; Netzwerkanalyse von Klient:innen erstellen und im Laufe der Therapie anpassen; persönliche Weiterbildung über Videos und Workshops namhafter ACT-Trainer:innen; Gerne möchte ich im Rahmen eines Workshops mit den Teilnehmenden zusammen die verschiedenen Einsatzmöglichkeiten explorieren und Gelegenheit geben, selber mit der Plattform Erfahrungen zu machen. (https://psychflex.com)

Psychosomatische Störungsbilder umfassen ein breites Spektrum, das von körperlichen Belastungsstörungen über Krankheitsangststörungen bis hin zu chronischen Schmerzerkrankungen reicht. Unterschiedliche Konzepte zur Ätiologie, Diagnostik und Therapie dieser Störungen existieren seit sehr langer Zeit. Aktuell revolutioniert der Ansatz des Predicitive Processing vollständig unsere Sichtweise auf dieses Gebiet und damit die gesamte Psychosomatik. Die Predictive Processing Theorie (PPT) leitet sich aus den Erkenntnissen der neurobiologischen Forschung, insbesondere auch aus den Möglichkeiten der funktionellen Bildgebung ab. Eine der Kernaussagen der PPT ist, dass die menschliche Wahrnehmung externer und interner sensorischer Signale nicht nur durch sensorischen Input geprägt wird, sondern maßgeblich auch durch Erwartungen (Vorhersagen) geprägt werden. Diese prägen in Sekundenbruchteilen - und ohne das uns dies im Regelfall bewusst ist - unsere Wahrnehmung. Dies ist evolutionär offenbar notwendig für rasche Reaktionen, zum Beispiel in gefährlichen Situationen, birgt jedoch auch Risiken. Wird diese Theorie auf das Gebiet psychosomatischer Störungen angewandt, ergeben sich dadurch vollkommen neue Perspektiven auf die Entstehung, aber auf die Behandlung dieser Erkrankungen. Auch die Anwendung der ACT- Kernprozesse erscheint im Kontext der PPT in einem neuen Licht: Wie wirkt zum Beispiel das achtsame Beobachten körperlicher Wahrnehmungen unter der Perspektive der PPT? Was bedeutet genau Akzeptanz von Emotionen? Welche Prozesse aktivieren wir, wenn wir an der Werteklärung arbeiten? In unserem Workshop werden wir auf der PPT basierende Möglichkeiten ACT-geleiteter Interventionen für psychosomatische Störungen vorstellen und in praktischen Übungen, wie immer erlebensorientiert, erfahrbar machen.

Samstag, 19.09.2026

The current era of research and treatment innovations with plant medicines and novel psychedelics has been called the ‘Psychedelic Renaissance.’ In addition to classic psychedelics such as psilocybin or LSD, novel interventions have been explored with ketamine for depression, MDMA for trauma, and new applications are actively being researched. The history of past psychedelic research is dark, however, with unethical research exploiting and harming Black and Indigenous communities, as well as sexual and gender minoritized people. Functional Analytic Psychotherapy offers a heartfelt and powerful model for integrating the experiences of psychedelic sessions, with published trials utilizing both MDMA and ketamine as the therapeutic adjunctive. FAP has also been described in the literature as a model for racially diverse dyads and in reducing the effects of bias on interpersonal repertoires of LGBTQ+ individuals, suggesting that it may provide a model for cultural humility and empowerment that will allow the modern psychedelic movement to avoid abuses of the past.

Verhaltenswissenschaftlich fundierte Therapieansätze wie die Akzeptanz- und Commitment-Therapie überzeugen nicht nur durch ihre hohe Praxisnähe, sondern auch durch ihre nachgewiesene Wirksamkeit. Sie entwickeln sich kontinuierlich auf Grundlage wissenschaftlicher Erkenntnisse weiter. Dabei entstehen aus der therapeutischen Praxis immer wieder neue Forschungsfragen, während umgekehrt aktuelle Studienergebnisse wertvolle Impulse für die praktische Arbeit liefern. Mit unserem Panel möchten wir Erkenntnissen aus unterschiedlichen Forschungsprojekten eine Bühne bieten – kompakt und anschaulich präsentiert und lebendig diskutiert. Ziel ist es, gemeinsam über diese spannenden Impulse ins Gespräch zu kommen und neue Anregungen für die praktische Arbeit mitzunehmen.

Das Ziel der Akzeptanz- und Commitment-Therapie (ACT) ist es, Menschen dabei zu helfen, einen flexiblen Umgang mit ihrem inneren Erleben zu finden, der es ihnen ermöglicht, das Leben zu führen, das sie wirklich führen möchten. Zu diesem inneren Erleben gehören Körperempfindungen, Gefühle und Gedanken. Diese können auf dem Weg zu einem vielseitigen, sinnerfüllten und lebendigen Leben ein Hindernis darstellen. Gleichzeitig kann das innere Erleben auch ein wertvoller Wegweiser sein. Die ACT-Matrix bietet eine anschauliche Möglichkeit, inneres Erleben und Handlungen so zu ordnen, dass klarer wird, welche Verhaltensweisen in Richtung eines selbstbestimmten Lebens führen – und welche eher davon wegführen. Allerdings kann die rein verbale Arbeit mit der ACT-Matrix mit Arbeitsblättern oder Flipchart leicht zu einer abstrakten Diskussion darüber werden, warum dieses selbstbestimmte Leben scheinbar nicht möglich ist. Genau hier setzt dieser Workshop an: Sie lernen anhand einer Demonstration (anhand eines Patientenbeispiels bzw. durch Selbsterfahrung), die ACT-Matrix im Raum erfahrbar zu machen, sodass die darin vermittelten Prozesse unmittelbar erlebbar und emotional nachvollziehbar werden. Der Workshop eignet sich sowohl für Einsteiger als auch für Fortgeschrittene.

IKIGAI wird in vielen Coaching-Ausbildungen gelehrt — doch zumeist als Modell des spanischen Autors Andrés Zuzunaga, der das Vier-Kreise-Diagramm veröffentlichte. Mit der japanischen Bedeutung und der psychologischen Entwicklung in Japan hat dieses Modell wenig gemeinsam.

Im Workshop schauen wir auf die Originalquelle, die ihre Arbeit stark an der Logotherapie nach Viktor E. Frankl orientiert hat: Mieko Kamiyas Ikigai-ni-tsuite (1966) — der ersten systematischen Auseinandersetzung mit IKIGAI in Japan. Statt vier Schnittmengen entfaltet Kamiya sieben Dimensionen des sinnerfüllten Lebens, die in therapeutischer und begleitender Arbeit präzise anwendbar sind. In einem weiteren Modell integrieren wir auch moderne Ansätze des Autors und Wissenschaftlers Kenchiro Mogi.

Am Ende schauen wir mit Kintsugi noch auf eine japanische Kunst, die uns als Metapher und Haltung dienen kann. Sie ermöglicht uns eine Klientenarbeit im Umgang mit Leid - und stellt so eine weitere Brücke zur Frage, wie auch im Leid Sinnfindung möglich ist.

Vorgehen: Einordnung, Grundkonzepte, Modelle (Ikiigai, Lebens-Dimensionen, 6 Säulen nach Ken Mogi, KINTSUGI Akronym als Rahmen) und praktische Anwendbarkeit, Austausch und Reflexion mit den Teilnehemnden.

Self Help Plus ist ein besonders niederschwelliges Programm zur Stressbewältigung, das von Russ Harris mit der WHO entwickelt wurde. Wir haben zusammen mit der Universität Genf eine deutsche Version entwickelt und erste Erfahrungen mit der Durchführung gemacht. Davon weil ich berichten.

In dem Beitrag werden Ergebnisse der MINDMAP-Studie, die am Zentrum für Integrative Psychiatrie in Lübeck und der Tagesklinik Villa Karlstal in Kiel durchgeführt wurde, zum Verlauf der gesundheitsbezogenen Lebensqualität (HRQoL) unter ACT vorgestellt. Die Lebensqualität der transdiagnostischen Stichprobe wurde mittels SF-12 über einen Zeitraum von 40 Wochen erhoben. Ziel ist es, den Veränderungsprozess der HRQoL zu erläutern und Prädiktoren für das Erreichen einer klinisch relevanten Verbesserung (Minimal Important Change, MIC) zu identifizieren. Dabei wird untersucht, welcher Anteil der Patient*innen eine individuell bedeutsame Verbesserung erzielt. Die Ergebnisse werden anhand von Wachstumskurven, sowie einer LASSO-Prädiktorenanalyse veranschaulicht und abschließend in Hinblick auf ihre Bedeutung im klinischen Alltag diskutiert.

As the evidence base for psychedelic interventions matures, the once-hyped distinction in efficacy between psychedelic treatments and classical psychiatric pharmacotherapy appears less clear than initially imagined. However, psychedelic-assisted therapies encompass markedly different clinical approaches, ranging from models in which therapeutic change is primarily attributed to pharmacological mechanisms to those emphasizing psychotherapy, context, and relational processes. While direct comparative evidence between these approaches remains limited, indirect findings suggest they may not operate through identical mechanisms and may therefore differ in effectiveness. In this lecture, we propose a conceptual framework for analyzing the two core components of these interventions: augmentation and therapy. The framework defines augmented interventions as the interaction between state-altering components and psychotherapeutic processes, whose relative contributions vary substantially across models. At the level of therapy, it situates existing psychedelic approaches along a continuum according to the relative importance assigned to psychotherapeutic versus augmentation-driven mechanisms of change. At the level of augmentation, we introduce the S.A.N.D. Augmented Psychotherapy model (Serotoninergic, Atypical, Non-pharmacological, and Digital), developed within the MIND Foundation, as a broader framework for understanding both the diversity and shared architecture of augmentation methods. Drawing from contextual behavioral science and clinical behavior analysis, we discuss how this perspective can support more flexible, process-based clinical decision-making across preparation, acute sessions, and integration.

"Spiritualität" wird in ACT häufig der Achtsamkeit zugeordnet oder als Wertkategorie verstanden. Wir trauen dem Begriff und Erleben mehr zu. Etwas, das sich funktional nicht vollständig über die bekannten Kernprozesse erschließen läßt und dennoch erlebensmäßig relevant ist. Um dieses Potential etwas auszuloten, wollen wir einmal dorthin schauen, wo ACT sich weniger gern aufhält. An den Ort, wo die Schmerz- (clean/dirty pain) und Kontrollagenda (Kontrolle funktioniert nicht) vielleicht noch da ist, aber nicht mehr relevant ist. Daher stellen wir scheinbar ganz un-ACTisch die Frage: Was ist "Spiritualität" - wenn es kein Ereignis und keine Relation ist? Und wie gehen wir ACTisch damit um? Wie verändert sich unsere Perspektive, wenn der von Hayes nominierte Kandidat: das Selbst-als-Kontext zwar ein Prozess ist, aber keinen Kern hat? Wir wollen uns mit Worten etwas verstören und uns von der einen oder anderen Übung tragen lassen.

Viele Klient:innen erleben ihre innere Welt als vielstimmig und widersprüchlich: ein innerer Kritiker, ein ängstlicher Anteil, kontrollierende oder schützende Impulse. Auch wenn die Sprache der „Anteile“ häufig mit anderen therapeutischen Ansätzen verbunden wird, lässt sie sich gut aus einer ACT- und CBS-Perspektive aufgreifen – vorausgesetzt, sie wird funktional verstanden und nicht als Beschreibung fester innerer Instanzen missverstanden. Ziel des Workshops ist es, Teilnehmenden einen kontextuell-verhaltenswissenschaftlichen Zugang zu innerer Vielstimmigkeit zu vermitteln. Innere Anteile werden dabei als unterschiedliche Muster von Gedanken, Gefühlen und Handlungsimpulsen verstanden, die durch Lerngeschichte und aktuellen Kontext geprägt sind. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie diese Muster erkannt, benannt und in ihrer Funktion verstanden werden können, ohne sie zu verdinglichen oder zu pathologisieren. Der Workshop zeigt, wie zentrale ACT-Prozesse – insbesondere Defusion, Selbst-als-Kontext, Akzeptanz und werteorientiertes Handeln – genutzt werden können, um flexibler mit dominanten inneren Stimmen umzugehen. Ziel ist es, Klient:innen darin zu unterstützen, Abstand zu belastenden inneren Dynamiken zu gewinnen und zugleich mitfühlender und handlungsfähiger zu werden. Didaktisch verbindet der Workshop kurze theoretische Impulse mit Praxisbeispielen, angeleiteter Selbsterfahrung und konkreten Übungen. Die Teilnehmenden erproben, wie innere Anteile in einer ACT-konsistenten Weise angesprochen und in den therapeutischen Prozess integriert werden können.

Die BE LIGHT Journey nutzt audiovisuelle Brainwave-Stimulation, um substanzfrei hypnagoge — psychedelisch-ähnliche — Bewusstseinszustände zu ermöglichen. Was dabei entsteht, ist kein Entspannungsformat, sondern ein Erfahrungsraum: ein Zustand, in dem ACT-Kernprozesse nicht erklärt, sondern unmittelbar erlebt werden. Im Anschluss an aktuelle Entwicklungen in der ACT-nahen Psychedelik-Forschung (u. a. ACBS-Kontexte; Sloshower et al., 2020, Yale; JCBS) gilt psychologische Flexibilität als zentraler Wirkfaktor veränderter Bewusstseinszustände. Zentrale Hexaflex-Prozesse werden dabei direkt erfahrbar: Defusion entsteht natürlich, Akzeptanz wird zur gelebten Öffnung, und Selbst-als-Kontext zeigt sich als beobachtendes Bewusstsein, das bestehen bleibt, wenn das narrative Selbst in den Hintergrund tritt — phänomenologisch anschlussfähig an das, was als ego dissolution beschrieben wird. Die körperpsychotherapeutische Perspektive ergänzt diesen Zugang: Der Körper ist Träger, nicht Bühne — somatische und tiefenpsychologische Prozesse werden im Erleben zugänglich. ACT-Therapeut:innen kennen erfahrungsbasiertes Arbeiten — BE LIGHT fügt eine Dimension hinzu: einen veränderten Bewusstseinszustand, in dem diese Prozesse mit besonderer Klarheit und Intensität zugänglich werden. Bewusst wenig Theorie vorab: Die Erfahrung kommt zuerst, die Einordnung danach. Ablauf: Kurze Orientierung & Intention → Körperübungen & Wim Hof Atemübung → BE LIGHT Journey → Integration und kollegialer Austausch. Hinweis: Der Workshop beinhaltet intensive Selbsterfahrung unter Einsatz audiovisueller Stimulation und ist nicht geeignet für Personen mit bestimmten neurologischen oder psychischen Vorerkrankungen (z. B. Epilepsie).

Mit praktischen Übungen und etwas theoretischem Input möchte ich
die historischen Einflüsse des Zen auf die Achtsamkeitsströmung und
somit auf die Dritte Welle der VT darlegen. Während die DBT sich
explizit auf Zen bezieht und MBSR zumindest teilweise Zen inspiriert
ist, hat die ACT diese Geschichte nicht. Dennoch erscheint die ACT vor
allem in den Prozessen der Akzeptanz und Defusion Zen-Praktiken nahe zu
sein. Hayes hat sich theoretisch mit Gemeinsamkeiten und Unterschieden
des Buddha-Lehren und ACT beschäftigt, in der Praxis sich jedoch nicht
explizit auf Zen bezogen. Anhand von Theorie und praktischen Erfahrungen
soll im Workshop erkundet werden, wo Gemeinsamkeiten und Unterschiede
liegen.

Ziele: 1. Historische Entwicklung zwischen Zen und der dritten Welle der VT verstehen. 2. Eine eigene Erfahrung machen zu der Frage: Was ist Zen? 3. Wissen und Erfahren: „Buddha Natur“ versus „Selbst-als-Kontext“: Gleich oder verschieden? 4. Wahrheitsbegriffe kennen: „Soheit“ im Zen versus funktionaler Wahrheitsbegriff in der ACT.

Methoden: Präsentation, Übungen in der Gesamtgruppe: Zen-Praktiken mit Geist, Körper und Stimme; Übungen zu Defusion und Selbst-als-Kontext in der ACT sowie Erfahrungsaustausch: Das „gelingende Leben“ was ist das?

In diesem Workshop wird’s körperlich. Wir verbinden ACT-Prozesse mit dialogischem Real-Play. Dadurch wird das fortdauernde Wechsel-Wirken von »sprech»hören», »fühlen» und »körpern» erfahrbar. Und indem wir das Erfahrene mit Nerven-System-Knowhow verknüpfen, entdecken wir, in welchen Momenten wir vielleicht »gestaltend»eingreifen» können und in welchen SICHER NICHT.

Unterwegs erkunden wir die Fragen:

  • Was passiert biologisch, wenn wir »nicht»wissen» ausprobieren wollen?

  • Wie »hören» wir? Und wie »machen» wir »sprech»denkend» unser »erleben»?

  • Was braucht es, damit wir »gehört»werden» erleben können?

  • Und wie können wir miteinander Konflikte »metamorphieren»?


Lernchancen

Alltagstaugliche Anregungen erhalten, um authentischer in Kontakt gehen zu können, um eigene, hindernde Muster früher zu erkennen und so, Gespräche «erfolgreicher» und zugleich «verbindender» zu führen bzw.


  • erkennen: »psychisch»flexibel»ausprobieren» setzt voraus, dass wir uns «körperlich hinreichend wohl» und «emotional sicher genug» erleben.

  • entdecken, wie unsere Nerven-Systeme Bewertungen und emotionale Reaktionen autonom »machen» bzw. »hervorbringen» oder auch »lebendig»werden»lassen» und worin sie »wurzeln».

  • erleben, wie die ACT-Prozesse Akzeptanz, Defusion, Selbst-als-Kontext und Werteorientierung ganz konkret körperlich wirken … und was wir praktisch tun können, wenn wir flexibler mit unserem Erleben umgehen wollen.

  • erkunden, wie bewusste Aufmerksamkeit neue SPIEL-RÄUME eröffnet … in beruflichen wie privaten Beziehungen genauso, … wie im Verhalten unserem Nerven-System gegenüber.


Zusammenfassend: DIALOGISCHE PRÄSENZ (Selbsterleben bzw. Selbstwahrnehmung) fördern sowie AUSDRUCKSFÄHIGKEIT (Selbstverantwortlichkeit) und HANDLUNGSFÄHIGKEIT (Selbstwirksamkeit) stärken.



Hintergrund

Von der Autopoiese ausgehend, betrachten wir Sprache dabei als biologischen Koordinations-Prozess auf Nerven-System-Ebene, bei dem Körperempfindungen, Gefühle und gedankliches Erleben jeden Moment neu entstehen, in dynamischer Wechselwirkung untereinander sowie in Resonanz mit der Umgebung, … zu der meist auch andere Menschen gehören ;-)

Menschen handeln aus Wut und Ärger heraus oft aggressiv und (selbst-)zerstörerisch. Mit Ärger und Wut Entscheidungen zu treffen ist schwer und diese sind dann oft geleitet von den Gefühlen oder Gedanken, die das Gefühl begleiten. Andererseits scheuen viele Menschen, überhaupt in Kontakt mit Wut und Ärger zu kommen, eben weil sie als zerstörerisch und gefährlich gelten. In diesem Workshop wollen wir das Erleben von Wut und Ärger erkunden und die Frage warum und wie es sich lohnen könnte, sich mit ihnen anzufreunden und aus ihnen Motivation für werteorientieres Handeln zu ziehen. Dazu laden wir bei Rollen-Spielen und Selbst-Erfahrungsübungen ein, Kontakt mit Ärger und Wut aufzunehmen und wollen dann gemeinsam schauen, wie wertegeleitetes Handeln auch mit ihnen aussehen kann. Natürlich gehört auch ein bisschen Wissensvermittlung über Wut und Ärger und ihre Vielfalt und ihren Nutzen aus kontextuell-verhaltenswissenschaftlicher Sicht dazu.

In der Funktionalen Analytischen Psychotherapie (FAP) und insbesondere innerhalb der weltweiten Bewegung „Awareness, Courage & Love“ liegt der Fokus eindeutig auf der Förderung von Intimität und Nähe („Liebe“), da persönliche Veränderungen leichter innerhalb einer sicheren, ehrlichen und fürsorglichen Beziehung möglich werden. Dieser Fokus ist auch durch die zunehmende Einsamkeit in der westlichen Welt motiviert. Therapeutische Interventionen sollten jedoch auf der funktionalen Analyse basieren – also sorgfältig abwägen, ob es für eine* Klient*in sinnvoll (ein CRB2) ist, mehr Nähe aufzubauen oder im Gegenteil mehr Distanz zu entwickeln. Idealerweise sollten Klient*innen flexibel in beide Richtungen werden und lernen, ihre Beziehungen durch ein ausgewogenes Verhältnis von Nähe und Distanz zu regulieren. Viele Patient*innen haben jedoch Schwierigkeiten mit dieser Flexibilität. Während FAP die Bedeutung von Nähe betont, gibt es weniger Anleitungen dazu, wie Klient*innen Distanz kultivieren können. Im Kontext dieses Workshops meint Distanz nicht in erster Linie das Setzen von sicheren Grenzen – ein wesentlicher Bestandteil jeder Psychotherapie, besonders in der Behandlung von Traumapatient*innen. Vielmehr steht die Beziehungsregulation im Mittelpunkt: Es geht darum, wie Klient*innen ihre Bedürfnisse nach Intimität und Autonomie effektiv ausbalancieren können. Lernziele: Am Ende des Workshops werden die Teilnehmenden in der Lage sein: • Die Bedürfnisse von Klient:innen nach Nähe und Distanz besser zu erkennen und entsprechend zu reagieren. • Zu unterscheiden, wann das Herstellen von Distanz therapeutisch sinnvoll ist. • Das eigene Regulieren von Nähe und Distanz innerhalb der Therapiesitzungen bewusster wahrzunehmen. • Mit Mitgefühl den „Nähe-Distanz-Tanz“ in der therapeutischen Beziehung zu navigieren. Der Workshop wird mit einem Mix aus Vortrag, Rollenspiel, Demos und Übungen stattfinden. Es braucht die Bereitschaft sich unangenehmen Gefühlen zu öffnen.

In dem Workshop wird es nach einem radikal kurzen theoretischen Teil und einer Demonstration durch Jan und Daniel viel Raum zum Üben geben. Dieses wird in Kleingruppen in Rollenspielen von statten gehen und somit auch Selbsterfahrung beinhalten.

Abschiede und Verluste von Orten, Menschen, Tieren, Gesundheit oder Dingen zu erfahren ist Teil der menschlichen Lebenserfahrung. Dies kann plötzlich oder im Rahmen eines Prozesses unabhängig vom Alter passieren. Die Reaktionen darauf und der Umgang damit sind individuell und vielfältig. Es kann dazu führen, dass wir den Schmerz in Form von beispielsweise Hilflosigkeit und Ohnmacht, Ängsten, Wut, Trauer oder das Gefühl der Erleichterung bekämpfen und im Leid feststecken. Diese Anstrengung kostet Energie und macht ein vitales, sinnerfülltes Leben sehr schwer. Die Akzeptanz- und Commitment-Therapie (ACT), als Verfahren der „dritten Welle“ der Verhaltenstherapie, stellt die Förderung der psychischen Flexibilität, d.h. die Fähigkeit das eigene Verhalten den aktuellen Kontextbedingungen anzupassen und nach persönlich bedeutsamen, frei gewählten Werten auszurichten, in den Mittelpunkt. Die ACT-Vorgehensweise bedeutet in diesem Zusammenhang, die Wunde des mit Abschied und Verlust verbundenen Schmerzes zu identifizieren, den Schmerz zu würdigen und ausgehend von der individuellen Wertrichtung bewusst zu wählen, wie man mit der aktuellen Lebenserfahrung umgehen will. Das kann beispielsweise bedeuten die Beziehung zu einer verstorbenen Person in Zeit, Raum, Bindung und Lebenssinn neu zu verorten. In diesem Workshop werden die theoretisch-philosophischen Hintergründe, die wissenschaftliche Basis sowie die therapeutischen Kernprozesse der ACT kurz dargestellt. Anhand erfahrungsgeleiteter Übungen (Fallbeispiele, Selbsterfahrung in Einzelarbeit und in der Kleingruppe) werden Möglichkeiten vorgestellt, einen individuellen Weg im Umgang mit Verlust und Abschied anzuleiten bzw. selbst zu finden und die Erfahrungen gemeinsam ausgewertet. Fallbeispiele oder persönliche Beispiele können gerne von den Teilnehmer*innen eingebracht werden.

Sonntag, 20.09.2026

Für viele sind Gedanken an die Klimakrise mit vielen unangenehmen Emotionen und Vorstellungen verbunden, die häufig soweit überfordern, dass Verdrängung als einzige sinnvolle Option erscheint. Mithilfe von erlebensorientierten Übungen und dem dazugehörigen methodischen Hintergrundwissen werden wir gemeinsam erforschen, welche lebendige und wertvolle Kraft in unseren Klimaemotionen liegt. In der zweiten Hälfte des Workshops werden wir eine imaginative Reise in eine erreichbare und erstrebenswerte Zukunft machen, um dort Menschen aus dem Jahr 2100 zu begegnen und mit diesen in einen verbindenden Austausch zu gehen. Unterstützt wird diese Reise von einfachen und greifbaren Zahlen aus der Klimaforschung, die das positive Potential unseres engagierten Handelns jetzt verdeutlichen, als Behandelnde, als Teil dieser Gesellschaft, als Menschen.

Laut den Vereinten Nationen werden im Jahr 2050 rund 68 % der Weltbevölkerung in großen Städten leben. Damit wird die Frage, wie urbanes Leben unsere psychische Gesundheit prägt, immer dringlicher. Denn obwohl Städte für kulturelle Vielfalt, Kreativität, Begegnung und Möglichkeiten stehen, gehen sie zugleich mit besonderen Belastungen einher: Menschen in urbanen Räumen sind häufiger von psychischen Problemen betroffen als Menschen in ländlichen Regionen. Als zentrale Faktoren gelten chronischer sozialer Stress und das scheinbare Paradox, inmitten vieler Menschen zu leben und sich dennoch isoliert zu fühlen. Gerade darin liegt jedoch auch ein wichtiger Ansatzpunkt: Städte sind nicht nur Orte der Überforderung, sondern auch Räume voller Lebendigkeit, Entwicklung und Verbundenheit. Sie fordern uns heraus, bieten aber zugleich unzählige Möglichkeiten für Anpassung, Begegnung und sinnorientiertes Handeln. In diesem IGNITE Talk wird das Leben in der Großstadt aus der Perspektive der Kontextuellen Verhaltenswissenschaften beleuchtet. Ausgehend von Erkenntnissen der Urban-Mental-Health-Forschung und persönlichen Erfahrungen aus Berlin fragt der Vortrag, wie psychische Flexibilität Menschen darin unterstützen kann, den Spannungen urbanen Lebens mit mehr Offenheit, Bewusstheit und Handlungsfähigkeit zu begegnen. Zugleich ist er ein Plädoyer dafür, psychische Flexibilität stärker in urbane Strategien der Gesundheitsförderung einzubinden und das Potenzial zugänglicher ACT-Modelle wie DNA-V für Interventionen und öffentliche Kampagnen im städtischen Raum neu zu entdecken.

Der Vortrag stellt eine Arbeit vor, die den Zusammenhang zwischen intraindividuellen Veränderungen psychischer Inflexibilität und Veränderungen der gesundheitsbezogenen Lebensqualität im Verlauf einer ACT-basierten Behandlung untersucht. Aufbauend auf dem Konzept der psychischen Flexibilität und Inflexibilität als zentralem Wirkmechanismus der Akzeptanz- und Commitment-Therapie wird der Fokus auf die sechs Teilprozesse gelegt, die als veränderbare therapeutische Fertigkeiten verstanden werden können. Ziel der Arbeit ist es, zu identifizieren, welcher dieser Inflexibilitätsprozesse über einen Zeitraum von 40 Wochen am stärksten mit Veränderungen der Lebensqualität assoziiert ist und inwiefern dieser Zusammenhang durch klinische Ausgangsmerkmale moderiert wird. Die Datengrundlage bildet eine prospektive Längsschnittstudie mit PatientInnen einer psychosomatischen Station, die ACT-basierte Behandlungen erhalten. Methodisch kommen hierarchische lineare Modelle zum Einsatz, um intraindividuelle Veränderungen sowie interindividuelle Unterschiede abzubilden und Cross-Level-Interaktionen zwischen zeitvariierenden Prozessen und stabilen klinischen Merkmalen zu untersuchen. Didaktisch verfolgt der Beitrag eine integrative und praxisnahe Ausrichtung: Er verbindet theoretische Konzepte der ACT-Prozessforschung mit methodischen Ansätzen der Längsschnittanalyse und macht Veränderungsprozesse innerhalb von Personen empirisch greifbar. Außerdem geht er der Frage nach, ob einzelne Therapieprozesse für einzelne Patientengruppen im Sinne von personalisierter Psychotheraie besonders relevant sein könnten.

Pferdegestützte Interventionen – etwa nach dem Ansatz der Equine Assisted Growth and Learning Association (EAGALA) – nutzen die Interaktion zwischen Menschen und Pferden, um in einem besonderen therapeutischen Setting den Zugang zu eigenen Gefühlen, Gedanken und Verhaltensmustern zu erleichtern. Die Arbeit ist dabei stark erfahrungs- und handlungsorientiert und eröffnet zugleich die Möglichkeit, persönliche Themen auf einer metaphorischen Ebene zu bearbeiten. Im Kontakt mit den Pferden zeigen sich häufig typische Erlebens- und Verhaltensmuster, die Parallelen zum Alltag aufweisen. Diese werden in der konkreten Situation unmittelbar sichtbar und spürbar und können direkt auf Verhaltensebene aufgegriffen und bearbeitet werden. Gerade deshalb eignet sich dieser Ansatz besonders gut, um im Sinne der Akzeptanz- und Commitment-Therapie (ACT) psychische Inflexibilität in realen Situationen erfahrbar zu machen und gezielt psychische Flexibilität zu fördern. Im Vortrag werden die Grundlagen pferdegestützter Interventionen praxisnah vorgestellt und anhand konkreter Beispiele veranschaulicht, wie sich die ACT-Kernprozesse in diesem Rahmen fördern lassen.

Metaphern und Erfahrungsübungen wirken; vor allem dann, wenn sie relevante Erfahrungen der KlientInnen abbilden, die einen noch nicht gelebten potentiellen Veränderungsaspekt beinhalten. Und: wenn sie innerhalb der therapeutischen Interaktion zu Verhaltensexperimenten genutzt werden, um das Verhaltensrepertoire im Sinne von psychischer Flexibilität zu erweitern. Im Workshop wird erläutert und praktisch ausprobiert, wie passgenaue ACT-Metaphern und -Übungen als Experimente gemeinsam mit KlientInnen (weiter-)entwickelt werden, um dies für den therapeutischen Prozess nutzbar zu machen. Zentrales Anliegen im Workshop ist zu zeigen, dass wir mit der Art der gemeinsamen Modellierung mit KlientInnen einen vertieften therapeutischen Prozess anstoßen können, wenn wir uns trauen, bekannte ACT-Metaphern und Erfahrungsübungen flexibel abzuwandeln, neu einzukleiden oder echte (Interaktions-)Experimente mit KlientInnen daraus zu machen. Dieser Prozess erfordert von uns mehr psychische Flexibilität als wenn mit Vorlagen und Arbeitsblättern einem fixierten Konzept folgen und versuchen würden, eine bestimmte Lern-Botschaft didaktisch "gut eingepackt" zu platzieren. Allerdings hilft dieser "Mehraufwand" in der Interaktion mit KlientInnen, indem wir als echte Modelle für psychische Flexibilität authentisch die Entwicklung von psychischer Flexibilität bei KlientInnen begleiten und unterstützen, indem wir 1.) den Modell-Gedanken wichtig nehmen und prozes- & kontext-orientiert arbeiten, 2.) wir unsere eigene psychische Flexibilität (online) trainieren und dadurch flexibler auf und im Prozess mit unseren Klienten (re)agieren, und 3.) wir als TherapeutInnen uns selbst in den Experimenten erleben, und dabei für die KlientInnen Lotsen entlang von ACT-Prozessen sein können ohne uns außerhalb dieser Prozesse zu platzieren. Im Workshop wechseln Präsentations- mit Selbsterfahrungs-Einheiten. Schwerpunkt sind Praxisbeispiele und Übungen, wobei TeilnehmerInnen diese dann selbst abwandeln.

Der Workshop vermittelt einen selbsterfahrungsbasierten und ressourcenorientierten Zugang zur Arbeit mit inneren Bildern am Beispiel der Krafttierreise. Nach einer kurzen Einführung in schamanische Sichtweisen auf innere Bildwelten wird der Fokus auf die psychotherapeutische Anschlussfähigkeit solcher Erfahrungen gelegt. Die dabei entstehenden Bilder werden nicht als objektive Wirklichkeitsaussagen verstanden, sondern als subjektiv bedeutsame symbolische Repräsentanzen innerpsychischer Prozesse, unbewusster Anteile und persönlicher Ressourcen. Im Zentrum steht eine angeleitete imaginative Selbsterfahrung, in der die Teilnehmenden eine Krafttierreise erleben, die durch den Rhythmus einer Trommel begleitet wird. Anschließend werden die Erfahrungen gemeinsam reflektiert. Die Krafttierreise knüpft an etablierte imaginative Verfahren an, etwa an den „inneren sicheren Ort“ oder den „inneren Garten“ im Sinne Luise Reddemanns. Zugleich besteht eine Anschlussfähigkeit an ACT, in der Bilder, Metaphern und erfahrungsorientierte Zugänge ebenfalls eine wichtige Rolle spielen. Ziel des Workshops ist es, Psychotherapeut/innen dafür zu sensibilisieren, wie imaginative und symbolische innere Bilder in der verhaltenstherapeutischen Praxis und für die Selbstfürsorge von Psychotherapeut/innen genutzt werden können. Neben der Selbsterfahrung werden Möglichkeiten, Grenzen und Voraussetzungen eines verantwortungsvollen Einsatzes im psychotherapeutischen Kontext skizziert.

Wir alle kennen diese Momente, in denen Nachrichten über den Klimawandel Mut, Zuversicht und Orientierung erschüttern.
Die Stamdard-Frage lautet dann: Wie bekommen wir die Hoffnung zurück?
In diesem WS stellen wir eine andere Frage: Was wird möglich, wenn wir aufhören, auf Hoffnung zu warten?
Wir erklären keine Emissionspfade und berechnen keine Albedo. Stattdessen erkunden wir eine Haltung, die ACT „Kreative Hoffnungslosigkeit“ nennt. Wir hören auf, das Unkontrollierbare kontrollierbar machen zu wollen – und gewinnen unsere Freiheit zurück.
Zwischen Krise und Kontrolle liegt ein Raum. Die Zukunft fragt nicht nach unserer Hoffnung. Sondern danach, wie wir den Raum gestalten.
Mit kleinen Übungen, überraschenden Perspektivwechseln und gemeinsamen Experimentieren erforschen wir, wie Menschen Aug in Aug mit der Unsicherheit wählen können.
Wer möchte ich inmitten dieser Krise sein – und was wäre ein kleiner Schritt in diese Richtung?

„ACT mit PEP®!“ (PEP® ist zum Zwecke der Qualitätssicherung markenrechtlich durch Michael Bohne geschützt.) Die Akzeptanz- und Commitment-Therapie (ACT) ist eine Weiterentwicklung der kognitiven Verhaltenstherapie. Ihre Wirksamkeit ist mittlerweile in annähernd 1.500 RCT’s nachgewiesen. ACT ist damit das am besten etablierte Verfahren aus der sogenannten dritten Welle der Verhaltenstherapien. Seit einigen Jahren wird aber mehr und mehr deutlich, dass auch der dritten Welle immer noch etwas fehlt, und zwar die Einbeziehung des Körpers in die therapeutische Arbeit. In diesem Zusammenhang spricht man bereits von der vierten Welle der Verhaltenstherapien. Die Verbindung von ACT mit PEP, also mit der Prozess- und Embodimentfokussierten Psychologie, gehört eindeutig zu dieser vierten Welle. PEP arbeitet mit Klopftechniken zur multisensorisch-bifokalen Aktivierung unmittelbar körperlich mit belastenden Emotionen und verfügt gleichzeitig über ein neues und ziemlich cleveres Konzept der kognitiven Restrukturierung. Ich kombiniere seit langem die beiden Therapieansätze. In diesem Workshop zeige ich, wie man die körperbezogenen Techniken der PEP spielerisch und wirksam in die Arbeit mit ACT integrieren kann. Dazu gibt es ein bisschen Theorie und viel Praxis – sowohl als Selbsterfahrung als auch durch eine Live-Demo, in der ich zeige, wie das Zusammenspiel von ACT und PEP ganz konkret funktioniert. ACT- oder PEP-Kenntnisse sind für die Teilnahme nicht erforderlich. Ich verspreche aber auch erfahrenen ACT- und PEP-TherapeutInnen, dass es für sie nicht langweilig wird.

Pivotal mental states have been proposed as transient periods of heightened neurocognitive and psychological plasticity, characterized by increased sensitivity to learning, context, and belief updating. While psychedelic experiences may reliably induce such states, similar dynamics may emerge in other contexts involving intense emotional arousal, therapeutic breakthroughs, or major life disruptions. From this perspective, integration can be understood as the set of processes through which high-impact experiences are contextualized, consolidated, and translated into enduring behavioral change. This experiential workshop introduces a process-based approach to integration grounded in the MIND Integration Modalities (Remembering, Structuring, Expressing, Sharing, Practicing) and enriched by the Acceptance and Commitment Therapy response styles (Open, Aware, and Engaged). Through guided experiential exercises, reflection, and sharing, participants will explore practical tools for making sense of salient experiences and translating them into intentional patterns of action. Suitable for participants with and without prior psychedelic experience, the workshop offers an accessible framework for understanding integration not solely as a psychedelic-specific practice, but as a broader approach to meaning-making and behavioral change.

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